Festplatten Kalkulator für Überwachungskameras

Beratung, Installation & Wartung von Alarmanlagen & Videoüberwachung

Festplatten-Kalkulator

Berechne Speicherbedarf und Bandbreite fuer NVR, IP-Kameras und CCTV-Systeme. Bitraten nach Dahua-Standard: H.265 / 25 FPS: 8 MP = 4096 Kbit/s, 1080P = 2048 Kbit/s.

Eingaben

Anzahl Kameras
Aufloesung
Kompression
FPS (Bilder/Sek.)
Aufzeichnungsdauer (Tage)
Aufzeichnung pro Tag (Std.)
Aufnahmemodus
Sicherheitsreserve

Ergebnisse

TB inkl. Reserve
Speicherbedarf
TB (ohne Reserve)
Netto-Speicher
Mbit/s gesamt
Bandbreite
Mbit/s
Pro Kamera

HDD-Empfehlung

HDD-GroesseAnzahlGesamt
Bitte zuerst berechnen…

Festplatten-Kalkulator für Überwachungskameras: So planen Sie Ihren Speicherbedarf richtig

Wer eine Videoüberwachung mit NVR oder DVR plant, steht schnell vor der Frage: Wie groß muss die Festplatte sein, damit alle Aufnahmen lange genug gespeichert werden? Zu wenig Speicher führt dazu, dass wichtige Beweise zu früh überschrieben werden, zu viel Speicher treibt die Kosten unnötig in die Höhe.

Mit unserem kostenlosen Festplatten-Kalkulator auf Alarm-Beratung.de berechnen Sie in wenigen Sekunden den benötigten Speicherplatz und die erforderliche Bandbreite für Ihr Videoüberwachungssystem.


Was der Festplatten-Kalkulator berechnet

Der Kalkulator ermittelt auf Basis Ihrer Kamera-Parameter:

  • Benötigten Speicherbedarf in Terabyte (mit und ohne Reserve)
  • Gesamte Netzwerkbandbreite in Mbit/s für alle Kameras
  • Durchschnittliche Bitrate pro Kamera
  • Konkrete HDD-Empfehlungen (z. B. „3 × 1 TB = 3 TB“ oder „1 × 4 TB = 4 TB“)

Damit erhalten Sie eine praxisnahe Grundlage, um die passende Festplatte für NVR, DVR oder IP-Recorder auszuwählen.


Schritt-für-Schritt: So nutzen Sie den Festplatten-Kalkulator

Im Folgenden erklären wir jede Eingabe einzeln und geben typische Praxis-Werte an.

1. Anzahl der Kameras

Tragen Sie hier ein, wie viele Kameras an Ihrem NVR oder DVR angeschlossen sind. Der Kalkulator erlaubt 1 bis 256 Kameras, sodass auch größere Anlagen abgedeckt sind.

Typische Beispiele:

  • Einfamilienhaus: 2–6 Kameras (Eingang, Terrasse, Garten, Zufahrt)
  • Gewerbeobjekt: 8–32 Kameras (Innen- und Außenbereiche)

2. Auflösung wählen

Wählen Sie die Auflösung Ihrer Kameras aus der Liste:

  • 1 MP / 720P
  • 2 MP / 1080P
  • 4 MP
  • 5 MP
  • 8 MP / 4K
  • 12 MP / 4K+

Je höher die Auflösung, desto höher die Bitrate und damit der Speicherbedarf. In den Standardeinstellungen werden Bitraten nach Dahua-Referenz angenommen, z. B. 8 MP bei H.265 mit 25 FPS ≈ 4096 Kbit/s und 1080P ≈ 2048 Kbit/s.

Praxis-Tipp:
Für die meisten Objekte sind 2 MP oder 4 MP ausreichend, 8 MP und mehr lohnen sich für detaillierte Bereiche wie Kassen, Eingänge oder kritische Übergänge.

3. Kompressionsverfahren (Codec) festlegen

Hier wählen Sie das verwendete Videokompressionsverfahren:

  • H.265 (Standard, sehr effizient)
  • H.264 (älter, benötigt mehr Speicher)
  • H.265+
  • H.264+

H.265 und H.265+ können den Speicherbedarf gegenüber H.264 deutlich reduzieren; je nach Szenario sind Einsparungen von bis zu rund 70% möglich.

Praxis-Tipp:
Wenn Ihre Recorder und Kameras H.265 oder H.265+ unterstützen, sollten Sie diese Option fast immer nutzen.

4. Bildrate (FPS) einstellen

Die Bildrate (Frames per Second) steuert, wie flüssig das Video wirkt. Im Kalkulator stehen folgende Werte zur Auswahl:

  • 25 FPS (Standard für sehr flüssige Wiedergabe)
  • 20 FPS
  • 15 FPS
  • 10 FPS
  • 5 FPS
  • 1 FPS

Je weniger FPS, desto geringer die Datenmenge. Für viele Überwachungszwecke reichen 10–15 FPS vollkommen aus, etwa für Flure, Zufahrten oder Lagerbereiche.

Praxis-Tipp:
Nur bei sehr schnellen Bewegungen (z. B. Kassenbereiche oder stark frequentierte Eingänge) sind 20–25 FPS sinnvoll.

5. Aufzeichnungsdauer (Tage) definieren

Hier legen Sie fest, wie lange die Aufnahmen gespeichert werden sollen.

Typische Richtwerte:

  • Privat: 7–14 Tage
  • Gewerbe/Industrie: 30 Tage oder mehr (je nach Vorgaben des Betreibers oder Versicherers)

Der Kalkulator berechnet aus dieser Vorgabe den notwendigen Netto-Speicher und ergänzt diesen um die gewählte Sicherheitsreserve.

6. Aufzeichnung pro Tag (Stunden) anpassen

Nicht jede Anlage zeichnet rund um die Uhr auf. In diesem Feld geben Sie an, wie viele Stunden pro Tag tatsächlich aufgenommen werden sollen:

  • 24 Stunden: Rund-um-die-Uhr-Aufzeichnung
  • 12 Stunden: Nur tagsüber oder nur nachts
  • Individuell: z. B. 8 Stunden, wenn nur Arbeitszeiten relevant sind

Der Kalkulator multipliziert hier die eingestellte Dauer mit der gewünschten Aufbewahrungszeit und passt den Gesamtbedarf entsprechend an.

7. Aufnahmemodus auswählen

Sie können zwischen verschiedenen Betriebsmodi wählen:

  • Dauerhaft (24/7): Maximaler Speicherbedarf
  • Bewegungserkennung (~50%): Speicher wird typischerweise etwa halbiert, da nur bei Bewegung aufgezeichnet wird
  • Zeitplan (~75%): Aufzeichnung nur zu bestimmten Zeiten; gegenüber 24/7 reduziert sich der Speicherbedarf moderat.

Der Kalkulator berücksichtigt diese Faktoren intern und reduziert den berechneten Speicherbedarf entsprechend.

Praxis-Beispiel:
Ein Eingang mit Bewegungserkennung benötigt deutlich weniger Speicher als eine dauerhaft laufende Kamera in einem stark frequentierten Bereich.

8. Sicherheitsreserve einplanen

Zum Schluss wählen Sie eine Sicherheitsreserve:

  • Keine
  • 10%
  • 20%
  • 30%

Wir empfehlen mindestens 10–20% Reserve, damit Ihre Festplatte auch bei unerwartet hoher Bewegung, zusätzlichen Kameras oder geänderten Einstellungen nicht sofort überläuft.

Die Reserve wird auf den Netto-Speicherbedarf aufgeschlagen; der Kalkulator zeigt Ihnen sowohl den Basiswert (ohne Reserve) als auch den Gesamtbedarf inklusive Reserve.


Ergebnisse verstehen: Was zeigt der Kalkulator an?

Nach einem Klick auf „Berechnen“ erhalten Sie mehrere Kennzahlen.

Speicherbedarf (Netto und inkl. Reserve)

  • „TB (ohne Reserve)“: Das ist der theoretisch benötigte Speicher für Ihre Eingaben.
  • „TB inkl. Reserve“: Das ist der Wert, mit dem Sie praktisch planen sollten, damit Puffer für Spitzenlast vorhanden ist.

Ein zusätzlicher Wert „Puffer“ zeigt, wie viel Reserve in Gigabyte zusätzlich eingeplant ist.

Bandbreite gesamt und pro Kamera

  • „Mbit/s gesamt“: Diese Zahl gibt an, welche Netzwerklast alle Kameras zusammen erzeugen.
  • „Mbit/s pro Kamera“: Durchschnittliche Bitrate pro Kamera bei Ihren Einstellungen.

Diese Angaben sind wichtig, um Switches, Router und ggf. Internetanbindungen für Remote-Zugriffe korrekt zu dimensionieren.


HDD-Empfehlung: Konkrete Festplattenvorschläge

Unter „HDD-Empfehlung“ listet der Kalkulator verschiedene Kombinationen gängiger Festplattengrößen auf:

Beispiele:

  • 1 TB – 3 × 1 TB = 3 TB
  • 2 TB – 2 × 2 TB = 4 TB
  • 4 TB – 1 × 4 TB = 4 TB
  • 6 TB – 1 × 6 TB
  • 8 TB – 1 × 8 TB
  • 10 TB, 12 TB, 14 TB, 16 TB, 20 TB – jeweils 1×

So sehen Sie auf einen Blick, ob Sie z. B. lieber mehrere kleinere Platten oder eine große Festplatte einsetzen möchten.

Praxis-Tipp:
In vielen NVRs ist der Einbau von 1–2 Festplatten vorgesehen; wählen Sie dann eine Kombination, die technisch passt und die gewünschte Speicherdauer sicher erreicht.


Beispiel: 4 Kameras, Full-HD, 30 Tage Speicherung

Nehmen wir ein typisches Szenario, wie es in vielen Einfamilienhäusern oder kleineren Gewerbeobjekten vorkommt:

  • 4 Kameras
  • 2 MP / 1080P
  • H.265
  • 25 FPS
  • 30 Tage Aufbewahrung
  • 24 Stunden Aufzeichnung pro Tag
  • Aufnahmemodus: Dauerhaft
  • Sicherheitsreserve: 10%

Mit diesen Werten ergibt der Kalkulator u. a.:

  • Netto-Speicherbedarf: rund 2,41 TB
  • Speicherbedarf inkl. Reserve: rund 2,66 TB
  • Gesamtbandbreite: ca. 8,19 Mbit/s
  • Pro Kamera: ca. 2,05 Mbit/s

In der HDD-Empfehlung sehen Sie z. B.:

  • 3 × 1 TB = 3 TB
  • 1 × 4 TB = 4 TB

Hier bietet sich in der Praxis eine 3-TB- oder 4-TB-Festplatte an, abhängig von NVR-Slots, Budget und zukünftigen Erweiterungsplänen.


Warum eine saubere Speicherplanung so wichtig ist

Eine durchdachte Planung des Speicherplatzes verhindert:

  • Frühzeitiges Überschreiben wichtiger Aufnahmen
  • Überdimensionierte Festplatten und unnötige Mehrkosten
  • Probleme mit Bandbreite und Performance im Netzwerk

Mit unserem Festplatten-Kalkulator erhalten Sie ein praxisnahes Werkzeug, das die typischen Parameter moderner IP- und CCTV-Systeme berücksichtigt und Ihnen klare, anwendungsbereite Werte liefert.

Sie möchten eine professionelle Videoüberwachung installiert bekommen?

Die Alarm-Beratung Schmidt GmbH ist ein Installationsbetrieb für Videoüberwachung in Berlin und Brandenburg. Neben der korrekten Kalkulation des Speicherbedarfs, Installieren und wir vollständige Videoanlagen.

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